Scharfer koreanischer Schweinebauch
Gochujang und frischem Zwiebelsalat
Die perfekte Balance aus Schärfe und Frische: Zarter Schweinebauch, karamellisiert in einer süß-scharfen Gochujang-Glasur, serviert mit einem knackigen, spritzigen Salat aus Blattsalat und Zwiebeln.
Jeyuk Bokkeum, der scharf angebratene Schweinebauch, gehört zu den absoluten Klassikern der koreanischen Hausmannskost. Während viele Varianten auf dünne Fleischstreifen setzen, verwenden wir für dieses Rezept dickere Scheiben vom Schweinebauch. So bleibt das Fleisch innen wunderbar saftig und harmoniert perfekt mit der kräftigen, fermentierten Schärfe der Gochujang-Paste. Die Kombination aus dem reichhaltigen, glasierten Fleisch und dem frischen, spritzigen „Sangchae“ (Salat) sorgt für das typische Geschmackserlebnis, das man vom authentischen koreanischen Grillen kennt.
Zutaten
- 500 g Schweinebauchscheiben
- 2 tbsp feingehackter Knoblauch
- 2 tbsp Chilipulver
- 3 tbsp Gochujang (koreanische Chilipaste)
- 3 tbsp Maissirup
- 4 tbsp helle Sojasauce
- 2 tbsp Mirin
- 1 tbsp feingehackter Ingwer
- 0.5 tbsp Sesamöl
- 1 tbsp Apfelessig
- 1 tbsp Zucker
- 1 bunch grüner Blattsalat
- 0.5 piece weiße Zwiebel
- 100 g Kirschtomaten
- to taste schwarzer Pfeffer
- optional Sesamsamen
Zubereitung
- 1Aromaten vorbereiten

Geben Sie zuerst zwei Löffel frisch gehackten Knoblauch in eine Schüssel. Frischer Knoblauch sorgt für ein deutlich intensiveres und authentischeres Aroma als fertiges Knoblauchpulver oder Paste aus dem Glas.
Tip: Nutzen Sie eine Knoblauchpresse, um den Knoblauch besonders fein zu zerkleinern. So verbindet er sich später optimal mit den flüssigen Zutaten der Sauce. - 2Die Glasur anrühren

Verrühren Sie den Knoblauch mit dem Chilipulver, der Gochujang-Paste, Maissirup, Sojasauce, Mirin, Ingwer, Sesamöl und schwarzem Pfeffer. Rühren Sie so lange, bis eine glänzende, dicke und gleichmäßige Marinade entsteht.
Tip: Kratzen Sie auch den Rand der Schüssel gut ab. Gochujang ist sehr zäh und klebrig und setzt sich dort gerne ab. - 3Den Schweinebauch marinieren

Legen Sie die rohen Schweinebauchscheiben flach auf ein Metalltablett. Verteilen Sie die vorbereitete Marinade mit einem Löffel gleichmäßig auf beiden Seiten jeder Scheibe. Lassen Sie das Fleisch 20 bis 30 Minuten ziehen, damit die Aromen tief in das Schweinefleisch einziehen können.
Tip: Für ein noch intensiveres Ergebnis können Sie die Sauce mit Küchenhandschuhen direkt in das Fleisch einmassieren, damit jede Stelle perfekt bedeckt ist. - 4Den Salat vorbereiten

Während das Fleisch mariniert, bereiten Sie den frischen Salat vor. Schneiden Sie den gewaschenen grünen Blattsalat auf einem Holzbrett in mundgerechte Stücke. Das sorgt später für den perfekten, knackigen Kontrast zum Fleisch.
Tip: Tupfen Sie den Salat nach dem Waschen mit Küchenpapier gründlich trocken. Überschüssiges Wasser verhindert sonst, dass das Dressing an den Blättern haftet. - 5Zwiebeln schneiden

Schneiden Sie eine halbe weiße Zwiebel in hauchdünne Streifen. Diese feinen Streifen fügen sich wunderbar in den Salat ein und bringen eine milde, feine Schärfe mit, die hervorragend zum würzigen Schweinebauch passt.
Tip: Falls Ihnen die Zwiebeln zu scharf sind, legen Sie die Streifen vor dem Mischen für einige Minuten in kaltes Wasser, um ihnen die Schärfe zu nehmen. - 6Kirschtomaten halbieren

Halbieren Sie zum Schluss die Kirschtomaten. Ihre feine Süße und Säure bilden den perfekten Gegenpol zur Schärfe der Gochujang-Paste. Geben Sie die Tomaten zusammen mit dem Salat und den Zwiebeln in eine große Schüssel.
Tip: Nutzen Sie ein Messer mit Wellenschliff, falls Ihr Kochmesser nicht ganz scharf ist. Es greift die glatte Haut der Tomaten besser, ohne sie zu zerquetschen. - 7Das Fleisch anbraten

Legen Sie die marinierten Fleischstreifen nebeneinander in eine vorgeheizte Pfanne. Braten Sie das Fleisch durchgehend bei niedriger Hitze an, damit der Zucker in der Gochujang-Paste nicht verbrennt, bevor das Fett des Schweinebauchs schmelzen kann.
Tip: Ein kleiner Tropfen Öl in der Pfanne hilft, das Anbrennen der Sauce zu verhindern, obwohl der Schweinebauch beim Braten ohnehin eigenes Fett abgibt. - 8Zusätzliche Marinade auftragen

Geben Sie während des Anbratens etwas von der restlichen Marinade mit einem Löffel auf die Oberseite des Fleisches. Das sorgt für einen intensiven Geschmack und eine wunderbar glänzende Schicht, sobald das Fleisch gewendet und weitergebraten wird.
Tip: Nutzen Sie ruhig die gesamte restliche Sauce aus der Schüssel, um eine besonders reichhaltige und scharfe Glasur zu erhalten. - 9In mundgerechte Stücke schneiden

Sobald das Fleisch fester wird und leicht angegart ist, schneiden Sie die Streifen mit einer Küchenschere in kleinere Stücke. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche, sodass die Sauce jede Ecke perfekt karamellisieren kann.
Tip: Das Schneiden mit der Schere direkt in der Pfanne ist die typische und effizienteste Methode beim koreanischen BBQ – so sparen Sie sich ein extra Schneidebrett. - 10Das Fleisch karamellisieren

Braten und schwenken Sie die Fleischstücke so lange weiter, bis sie vollständig gar und herrlich karamellisiert sind. Die Sauce sollte sämig einkochen und am Fleisch haften. Leicht knusprige, dunkle Ränder sorgen hierbei für das beste Aroma.
Tip: Sollte die Pfanne zu trocken werden oder die Sauce leicht rauchen, geben Sie einfach einen Esslöffel Wasser oder Mirin hinzu, um den Bodensatz zu lösen. - 11Den Salat anmachen

Mischen Sie in einer separaten Schüssel den geschnittenen Salat, die Zwiebeln und die Kirschtomaten. Träufeln Sie das Dressing – angemischt aus 2 Löffeln heller Sojasauce, 1 Löffel Apfelessig, 1 Löffel Zucker und 1 Löffel Chilipulver – über das Gemüse. Die feine Säure passt perfekt zum deftigen Schweinebauch.
Tip: Geben Sie das Dressing erst kurz vor dem Servieren über den Salat, damit die Blätter schön knackig bleiben und nicht zusammenfallen. - 12Mischen und Servieren

Heben Sie das Dressing vorsichtig unter, damit es sich gleichmäßig verteilt. Nutzen Sie dafür am besten einen Löffel oder eine Salatzange. Servieren Sie den frischen Salat sofort zusammen mit dem heißen Gochujang-Schweinebauch.
Tip: Ein paar geröstete Sesamsamen als Finish verleihen dem Gericht ein feines, nussiges Aroma und zusätzlichen Biss.