Authentisches japanisches Chashu (Geschmorter Schweinebauch)

Von CookFrames
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Meistern Sie die Kunst des japanischen Chashu mit diesem zartschmelzenden Schweinebauch. Langsam in einer herzhaft-süßen Sojaglasur geschmort, ist er das ultimative Ramen-Topping.

↓ Die Zutaten ↓ Die Schritte

Chashu ist das Herzstück jeder authentischen Ramen-Schüssel und verwandelt ein einfaches Stück Schweinefleisch in ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis. Diese traditionelle japanische Methode nutzt ein sorgfältiges, zweistufiges Schmorverfahren, um das Fleisch zuerst zart zu machen und dann tief mit einer reichen Glasur aus Sojasauce, Sake und Mirin zu aromatisieren. Das Rollen und Binden des Schweinebauchs sorgt für eine wunderschöne Spiralform, die beim Aufschneiden perfekt zusammenhält.

Wunderschön aufgeschnittener japanischer Chashu-Schweinebauch mit zarten spiralförmigen Fleisch- und Fettschichten.
Wunderschön aufgeschnittener japanischer Chashu-Schweinebauch mit zarten spiralförmigen Fleisch- und Fettschichten.
Vorbereitung20 mins
Kochzeit3 hr 20 mins
Gesamt3 hr 40 mins
Portionen6–8 Portionen
SchwierigkeitsgradMittel
Kalorien350 kcal

Zutaten

Zubereitung

  1. 1Den Schweinebauch vorbereiten
    Hände schneiden die Innenseite eines rohen Schweinebauchs auf einem weißen Schneidebrett mit einem Messer ein.

    Legen Sie das Stück Schweinebauch auf ein sauberes Schneidebrett und schneiden Sie die Fleischseite mit einem scharfen Messer leicht ein. Diese flachen Schnitte helfen dabei, das Fleisch zu ebnen, damit es sich später viel fester und gleichmäßiger rollen lässt.

    Tip: Ritzen Sie nur die Fleischseite ein und achten Sie darauf, nicht das gesamte Stück durchzuschneiden.
  2. 2Das Fleisch vorkochen
    Ein mit Küchengarn fest gebundener Schweinebauch liegt in einem Topf mit kochendem Wasser auf einem Gasherd.

    Geben Sie den fest gerollten und gebundenen Schweinebauch in einen Topf mit Wasser. Bringen Sie das Wasser zum Kochen, um die Form der Rolle zu fixieren und erste Trübstoffe aus dem Fleisch zu lösen.

    Tip: Das feste Binden mit Küchengarn ist entscheidend, damit das Fleisch während der langen Schmorzeit seine charakteristische runde Form behält.
  3. 3Aromaten vorbereiten
    Hände bereiten das Grüne von Frühlingszwiebeln auf einem weißen Schneidebrett neben einem Küchenmesser vor.

    Trennen Sie das dunkle Grün der Frühlingszwiebeln von den weißen Enden. Diese grünen Teile werden verwendet, um das Kochwasser zu aromatisieren und den Eigengeschmack des Schweinefleischs angenehm zu mildern.

    Tip: Bewahren Sie die weißen Teile der Frühlingszwiebeln auf; fein aufgeschnitten sind sie die perfekte Garnitur für Ihre fertige Ramen-Schüssel.
  4. 4Knoblauch zerdrücken
    Eine Person drückt mit der flachen Seite eines großen Kochmessers auf geschälte Knoblauchzehen auf einem Brett.

    Schälen Sie die Knoblauchzehen. Nutzen Sie die flache Seite Ihres Kochmessers, um die Zehen mit festem Druck zu zerquetschen. Durch das Zerdrücken werden die ätherischen Öle effektiver freigesetzt als durch einfaches Schneiden.

    Tip: Drücken Sie mit dem Handballen sicher auf die Klinge, um die Zehen mühelos zu zerdrücken.
  5. 5Ingwer schneiden
    Ein Koch schneidet ein Stück frischen Ingwer in dicke Scheiben auf einem Brett neben Zwiebeln und Knoblauch.

    Schneiden Sie ein Stück frischen Ingwer in dicke Scheiben. Für diesen Schritt müssen Sie ihn nicht schälen, da der Ingwer lediglich dazu dient, dem Sud eine frische, aromatische Note zu verleihen.

    Tip: Die Schale kann für den Sud ruhig dranbleiben, solange der Ingwer vorher gründlich gewaschen wurde.
  6. 6Fleisch gründlich waschen
    Hände waschen eine gebundene Rolle vorgekochten Schweinebauchs unter fließendem kaltem Wasser in einer Spüle.

    Nehmen Sie den Schweinebauch nach dem Vorkochen aus dem Topf und waschen Sie ihn unter kaltem fließendem Wasser gründlich ab. Spülen Sie alle Proteinrückstände von der Oberfläche ab. Reinigen Sie auch den Topf gründlich, bevor Sie fortfahren.

    Tip: Das gründliche Abspülen sorgt dafür, dass der eigentliche Schmorsud später klar bleibt und keine unangenehmen Beigeschmäcker entwickelt.
  7. 7Mit Aromaten köcheln lassen
    Ein Stück Schweinebauch liegt in einem schwarzen Topf mit Wasser, frischem Frühlingszwiebelgrün, Knoblauch und Ingwer.

    Geben Sie den gewaschenen Schweinebauch zurück in den Topf. Fügen Sie Knoblauch, Ingwer und das Frühlingszwiebelgrün hinzu. Füllen Sie den Topf mit ausreichend Wasser, bis alle Zutaten bedeckt sind, und erhitzen Sie alles auf dem Herd.

    Tip: Die Zugabe der Aromaten in dieser frühen Phase hilft, das Fleisch tief mit Geschmack zu durchdringen und den Schweinegeschmack zu verfeinern.
  8. 8Ein Papiertuch als Deckel nutzen
    Ein gefaltetes weißes Papiertuch liegt direkt auf der Oberfläche eines köchelnden Suds in einem schwarzen Topf.

    Sobald das Wasser kocht, reduzieren Sie die Hitze auf eine niedrige Stufe. Legen Sie ein stabiles Papiertuch direkt auf die Flüssigkeit, um als Otoshibuta (Fall-Deckel) zu fungieren. Lassen Sie alles 90 Minuten sanft köcheln.

    Tip: Das Papiertuch sorgt dafür, dass das Fleisch untergetaucht bleibt und gleichmäßig gart, während es gleichzeitig überschüssiges Fett von der Oberfläche aufnimmt.
  9. 9Die Brühe auffangen
    Helle Schweinebrühe wird aus einem Kochtopf in einen klaren Messbecher aus Kunststoff gegossen.

    Nehmen Sie den Schweinebauch nach 90 Minuten vorsichtig aus dem Topf. Sieben Sie die Flüssigkeit ab und behalten Sie genau 500 ml davon zurück. Diese kraftvolle Brühe bildet die aromatische Basis für den Schmorsud.

    Tip: Gießen Sie den Rest der Brühe nicht weg! Sie ist eine fantastische Grundlage für Ramen-Suppen oder herzhafte Eintöpfe.
  10. 10Sake und Mirin einkochen
    Klare Flüssigkeit wird aus einem kleinen Messbecher in einen leeren schwarzen Topf auf dem Herd gegossen.

    Gießen Sie 100 ml Sake und 100 ml Mirin in einen sauberen Topf. Bringen Sie die Flüssigkeit bei starker Hitze zum Kochen. Dieser Schritt ist wichtig, um den Alkohol verdampfen zu lassen, sodass nur die feine Süße und das Aroma zurückbleiben.

    Tip: Das Auskochen des Alkohols (Nikiri) verhindert, dass die Sauce später einen bitteren oder stechenden Beigeschmack bekommt.
  11. 11Sojasauce hinzufügen
    Dunkle Sojasauce wird in einen Topf mit schäumender weißer Flüssigkeit gegossen.

    Sobald der Alkohol verdampft ist, reduzieren Sie die Hitze. Geben Sie vorsichtig 250 ml Sojasauce in die köchelnde Mischung. Die Sojasauce verleiht dem Chashu seine dunkle Farbe und das kräftige Umami-Aroma.

    Tip: Verwenden Sie eine klassische, hochwertige japanische Sojasauce; vermeiden Sie sehr dunkle oder Pilz-Sojasaucen, da diese das Aroma dominieren könnten.
  12. 12Den Sud süßen
    Eine Person gibt Zucker aus einem Messbecher in einen schwarzen Topf mit dunklem Schmorsud auf dem Herd.

    Geben Sie den Rohrohrzucker und den normalen Zucker in den Topf. Die Kombination sorgt für eine komplexe Karamellnote und verhilft dem Chashu später zu seinem appetitlichen Glanz.

    Tip: Falls Sie keinen Rohrohrzucker haben, eignet sich auch brauner Zucker hervorragend, um die malzige Note zu erhalten.
  13. 13Die Brühe hinzufügen
    Flüssigkeit wird aus einem Messbecher zurück in einen köchelnden Topf mit dunklem Sud gegossen.

    Gießen Sie die 500 ml der beiseitegestellten Schweinebrühe sowie weitere 500 ml frisches Wasser in den Topf. So nutzen Sie das volle Aroma des Fleisches für die finale Sauce.

    Tip: Achten Sie auf die genauen Mengenangaben, damit der Sud während der Schmorzeit die perfekte Konsistenz erreicht.
  14. 14Den Schweinebauch fertig schmoren
    Eine Hand legt ein weißes Papiertuch auf einen köchelnden Topf mit dunkler Brühe.

    Legen Sie erneut ein Papiertuch als Deckel direkt auf das Fleisch im Sud. So bleibt der Schweinebauch bedeckt und nimmt die Aromen gleichmäßig auf. Bringen Sie alles zum Kochen und lassen Sie es dann bei niedriger Hitze 90 Minuten sanft schmoren.

    Tip: Das Papiertuch lässt die Flüssigkeit über die Oberseite des Fleisches zirkulieren und fängt gleichzeitig Trübstoffe ab.
  15. 15Das Fleisch abtrocknen
    Hände tupfen den geschmorten Schweinebauch mit Küchenpapier auf einem Metallblech trocken.

    Nehmen Sie den Schweinebauch vorsichtig aus dem Sud und legen Sie ihn auf ein Blech. Tupfen Sie die gesamte Rolle mit Küchenpapier gründlich trocken. Dies ist entscheidend, um im letzten Schritt eine schöne Kruste zu erhalten.

    Tip: Gehen Sie dabei sehr vorsichtig vor, da das Fleisch nun extrem zart ist und leicht auseinanderfällt.
  16. 16Das Chashu anbraten
    Mit einer Grillzange wird der gebundene Schweinebauch in einer heißen Pfanne ohne Öl rundherum angebraten.

    Legen Sie den getrockneten Schweinebauch in eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze. Fügen Sie kein Öl hinzu, da das Fleisch genug Eigenfett abgibt. Drehen Sie die Rolle kontinuierlich, bis sie überall eine goldbraune Kruste hat.

    Tip: Ein gründliches Abtrocknen verhindert Fettspritzer und sorgt für eine gleichmäßige Bräunung.

Lagerung & Aufwärmen

Kühlschrank
Bis zu 5 Tage
Lagern Sie das ganze Stück oder Scheiben in einem luftdichten Behälter, am besten mit etwas Schmorsud bedeckt, damit es saftig bleibt.
Gefrierfach
Bis zu 3 Monate
Schneiden Sie das Chashu in Scheiben und frieren Sie diese flach in Gefrierbeuteln ein, um sie später einfach portionieren zu können.
Aufwärmen
2–3 Min.
Braten Sie die Scheiben kurz in der Pfanne an, nutzen Sie einen Küchenbrenner oder legen Sie sie direkt vor dem Servieren in die heiße Ramen-Brühe.

Kalorien Verbrennen

Laufen
ca. 35 Minuten bei konstantem Tempo (9 kmh).
Radfahren
ca. 55 Minuten bei entspanntem Tempo (15 kmh).
Zügiges Gehen
ca. 1 Stunde 10 Minuten bei konstantem Tempo (5 kmh).

Häufig gestellte Fragen

Durch das Auskochen des Alkohols (Nikiri) verschwindet die scharfe, bittere Note. Zurück bleibt nur die feine Süße und das Umami-Aroma, das perfekt zum Schweinefleisch passt.
Das Rollen und Binden sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gart, saftig bleibt und am Ende die klassische Spiralform für die Ramen-Präsentation hat.
Ja, das ist möglich. Die Garzeit pro Stufe reduziert sich auf etwa 30–45 Minuten unter Druck. Das klassische Schmoren im Topf lässt den Sud jedoch besser einkochen und konzentriert den Geschmack stärker.
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